Wie geht es weiter?

Unsere Idee einer Langzeitperspektive

Liebe Kirchenmitglieder, liebe Interessierte,

nach wie vor ist die allgemeine Situation aufgrund der Pandemie unklar und Planungen kaum verlässlich zu machen – auch bei uns in der Kirchengemeinde.

Was kann wie, wie lange, unter welchen Bedingungen stattfinden – oder auch nicht? Und vor allem: wie kann es gut gestaltet werden? Ist ein 30-Minuten-Gottesdienst in einer kalten Kirche bei Minusgraden, ohne Gesang und wärmende Nähe und darum in einer ebenso „frostigen Atmosphäre“ wirklich hilfreich? Und was, wenn man selbst diesen dann aufgrund neuerer Regelungen wieder absagen muss? Ist dieses „Standbein“, auf das sich Kirche bislang traditionell gründete – das vorrangig aus Gottesdiensten, Veranstaltungen, Kreise für groß und klein u.ä. bestand – in dieser Situation noch tragfähig? Und taugt es auf die Dauer, sich von Beschluss zu Beschluss zu hangeln?

Wir fürchten, diese ungewisse Situation wird uns noch eine ganze Weile begleiten.

Wir halten diese Unklarheit im Gemeindekirchenrat auf die Dauer weder für die Mitarbeitenden noch für die Besucher*innen unserer Veranstaltungen für zuträglich, zumut- und aushaltbar. Wir haben uns darum dazu entschieden, eine Langzeitperspektive zu entwickeln, die vor allem darin besteht, das Standbein zu wechseln und unser Gewicht auf andere, neuere (der Situation angemessene) Formen kirchlichen Handelns zu verlagern. Wir wollen und werden weiter für die Menschen da sein! Aber das wird bis zu einer wirklichen Entspannung der Situation auf andere Weise geschehen (müssen), als man es vielleicht gewohnt war, dafür aber verlässlich und kontinuierlich.

Wir planen (zunächst bis Ende März, ggf. aber eben auch länger) folgende Angebote:

1) Unsere Kirchen werden regelmäßig geöffnet sein. (Niedergörsdorf täglich, Gölsdorf und Wölmsdorf jeweils am Wochenende, Lindow immer Sonntags; jeweils von 10-16 Uhr. Die Kirche Kaltenborn öffnen wir auf Anfrage)

2) In den Kirchen wird alle zwei Wochen eine „frische“ Andacht in gedruckter Form ausliegen, sowie einige andere Kleinigkeiten, aus denen Sie sich bei Bedarf eine eigene „Andachtstüte“ zusammenstellen können.

3) Selbstverständlich schicken wir Ihnen die Andacht bzw. so ein Andachtstütchen auch gerne nach Hause – sagen Sie uns Bescheid, sofern Sie das wünschen!

4) Es wird alle zwei Wochen ein Gottesdienst auf YouTube angeboten werden. Hierfür wird auch in den Kirchen und Schaukästen ein QR-Code ausgehangen.

5) Für Menschen, die mit dieser Technik nicht so vertraut sind, wird es diesen Gottesdienst auch auf Anfrage als DVD geben.

6) Wir werden regelmäßig auf die eine oder andere Weise Kontakt zu unseren Gemeindemitgliedern halten (telefonisch, per mail, per Post) und verstärkt – so gewünscht und soweit machbar – Hausbesuche (ggf. Haustürbesuche) unternehmen.

7) Auch kleine Andachten an der Haustür (auch mit Abendmahl, sofern gewünscht) sind machbar.

8) Wir sind jederzeit für Sie unter der Telefonnummer 033741/ 722 35, mobil unter 0170/ 699 70 12 oder per mail erreichbar (fuerstenau@noSpamkirche-niedergoersdorf.de). Für Fragen, für Anregungen oder einfach mal zum Reden.

9) Das Gemeindebüro wird für den Besucherverkehr bis auf Weiteres geschlossen; unsere Sekretärin ist aber weiterhin (z.Tl. im Homeoffice) tätig und auch regelmäßig mobil unter 0178/ 68 080 39 erreichbar.

SOLLTEN irgendwann, vielleicht früher als gedacht, doch wieder auch „traditionelle Formen“ wie Gottesdienste und Kreise in gewohnter Weise möglich sein, dann werden wir das mit Freuden tun und das zeitnah per Aushang an den Kirchen, auf unserer Website, per Telefon, per „Mundpropaganda“ kundtun. Wo und wenn es auf gute Weise machbar und verantwortbar ist, werden wir diese Angebote wieder ins Spiel bringen. Aber erst und nur dann.

Bei alledem: wir sind der Auffassung, dass Kirche im Grunde ihres Wesens schlicht die Gemeinschaft aller Gläubigen ist, mit dem Auftrag, Gottes Botschaft der Liebe, der Vergebung, des Respekts und der Hoffnung weiterzugeben. Diese Gemeinschaft sind wir nach wie vor, um diesen Auftrag bemühen wir uns – wenngleich mit anderen Mitteln – weiterhin.

Darum: Nein, Kirche ist nicht einfach „weg“ – sie mag nur mit Gottes Hilfe anders sichtbar werden.

Bleiben Sie gesund, behütet und gesegnet!

Pfn. Fürstenau-Ellerbrock und der Gemeindekirchenrat Niedergörsdorf