Kirche Niedergörsdorf


Die Kirche in Niedergörsdorf steht in der Dorfstr. 19a in 14913 Niedergörsdorf. Der langgestreckte Feldsteinbau mit polygonalen Ostschluss und eingezogenem Westturm steht innerhalb der nordwestlichen Gehöftsreihe auf dem von einer Ziegel- und Feldsteinmauer eingefasten Kirchhof. In die Mauer ist an der Straße eine sandsteinerne Gedenktafel von 1904 eingelassen, die an die Befreiungskriege von 1813 erinnert. Niedergörsdorf ist seit dem Mittelalter Mutterkirche.

Baugeschichte und Beschreibung

Vom romantischen Kernbau der Kirche blieb der Westteil des Schiffs erhalten, ein breiter Saal aus sorgfältigem Feldsteinquadermanagement von geradezu bunter Erscheinung. Als Bauzeit der Kirche ist die Zeit um 1200 zu vermuten. Ende des 15. Jhd. wurde ein neues Dachwerk errichtet, dessen Form auf eine einstige Holztonne hinweist. Während der zweiten Hälfte des 17. Jhd. erfolgten umfangreiche Erneuerungsarbeiten am Kirchenbau und seiner Ausstattung. Auffälligste Veränderung war der Neubau des Ostteils mit dreiseitigem Schluss in der Mauerflucht des bisherigen Schiffs. 1709 wurden nach Ettmüller die kleinen Fenster vergrößert und vermutlich das Tonnengewölbe beseitigt und eine Flachdecke eingezogen. Unter der Westempore wurde eine Winterkirche eingerichtet, die barocke Südempore abgetragen und ein neu angeschaftes Gestühl der Zeit um 1900 aufgestellt.

Ausstattung

Altaraufsatz: 1678 nach Ettmüller. Hölzerner Aufbau mit gewundenen Säulen und geschnitzten Wangen im Knorpelwerk. Altarbild auferstandener Jesus: Zweite Hälfte 19. Jhd. Soll nach Zimmermann von einem Künstler aus Kloster Zinna stammen und ein Altarbild aus Luckenwalde nachahmen.

Bedeutung

Die Niedergörsdorfer Kirche ist mit einer Gesamtlänge von 29,5 m eine der großzügigsten Kirchen der Regiom Sie wird durch vier Bauphasen geprägt: Ältester Kern ist der romanische Westteil, Ende des 15. Jhd. erhielt dieser ein neues Dachwerk. Nach dem 30jährigen Krieg kam es zu einer Erweiterung sowie einer frühen barocken Neuausstaltung. Mit dem in Mitte des 19. Jhd. entstandenen Westturm erhielt der Ort ein weithin sichtbares Wahrzeichen.
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